Keirophobie Angst vor dem Friseur – Geschichtlich

Keirophobie

griech.: „keiro“ = Schere;  griech.: „phobos“ = Angst

In vielen Religionen – auch in der Magie – spielen Haare schon immer eine große Rolle.

Schon in der Antike galt der Glaube, dass der Mensch über seine Haarpracht mit einer höheren Macht in Verbindung stehen kann. Abgeschnittenes (geschorenes) Haar galt als Strafe für Unzucht oder als Markierung für die Sklaven.

Frauen und Männer wurden bezüglich ihrer Roten Haare zu Hexen und Hexern denunziert, ausgeschlossen oder gar verbrannt.

In der Indischen Kultur wird seit jeher das Haar als Opfergabe nach einem Gelübde oder zum Beginn eines neuen Lebensabschnittes  nach vorheriger Pilgerreise abgelegt. So bitten sie um den Segen einer Gottheit.

Im katholischen Glauben mussten Mönche und Nonnen ihr Haar ablegen (abschneiden) und damit auch ihre sexuellen Wünsche, da das Haar zudem auch eine gewisse Erotik ausstrahlt.

Diese erotische Anziehungskraft der Haare wird auch in Mythen und Sagen beschrieben (Rapunzel, Nixen, Loreley).

Seit dem Mittelalter zogen die Friseure auch Zähne.

Scherer und Barbiere arbeiteten neben Bader ( Arzt der kleinen Leute) in Badestuben.

Noch heute gehören Friseure und Zahnärte derselben Berufsgenossenschaft an (BGW = Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege). Viele Menschen haben nicht nur Angst vor dem Zahnarzt, sondern auch vor dem Friseur.

Letztlich wurde unter Schmerzen und weniger unter ästhetischen als auch hygienischen Umständen alles in einem erarbeitet.

Zuletzt haben Ermittlungen 2014 ergeben  das  Londons „Jack the Ripper“  Barbier gewesen sein soll.  Ganz unumstritten ist es jedoch nicht.

Und wer Tim Burten‘s „Sweeney Todd“ kennt bekommt einen leichten Schauer über den Rücken.

Manchmal steckt die Vergangenheit unbewusst in unserer Seele fest.

Lange Haare als Sinnbild der Weiblichkeit, kurze Haare als Sinnbild  der Rebellion.

Bei Männern ehr umgekehrt.

Lange Haare als Sinnbild der Rebellion und kurze Haare als Sinnbild der Männlichkeit.

Alles darf heute sein. Denn schließlich dürfen wir sein und uns fühlen, egal mit welcher Haarlänge oder mit welcher Haarfarbe.

Doch wenn Du in Dich schaust, steckt dort vielleicht doch eine kulturelle oder konventionelle Angst in Dir?

YAP you are perfect.a

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